Pro Papier

September 25, 2008

Ugga.

Die technische Entwicklung ist ja bekanntlich wie Olli Kahn: Sie geht bzw. macht „Weiter, immer weiter!“. Jetzt dann also demnächst die … ähm … Name vergessen … ahja „SlotMusic“:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,579635,00.html

http://www.gizmodo.de/2008/09/22/sandisk-stellt-slotmusic-vor.html

Wenn das ganze wirklich die CD ablösen sollte, dann herzlichen Glückwunsch und viel Spass beim Blättern im PDF-Booklet – falls es sowas dann überhaupt noch gibt. Mal ehrlich, das ist doch Kacke. Oder bin ich einfach zu alt für den Kram und es ist jetzt schon das passiert, worauf ich ja nur warte: Die technische Entwicklung überholt mich und ich werde starrsinnig. :)

Neeeee, aber wenn ich Musik kaufe, dann will ich mich doch genüßlich hinsetzen können, mir das Booklet schnappen, die Texte lesen und die (albernen) Bildchen gucken …

Bei wirklich, wirklich guten Platten, kann das Booklet und das Cover einen echten Beitrag zur Qualität des Werkes beitragen, es sozusagen auf einen noch höheren Level bringen oder ergänzen – finde ich zumindest. Deshalb kaufe ich auch idR alle Platten, die ich gut finde und begnüge mich nicht damit, sie als MP3s rumfliegen zu haben.

Beispiele sind mit Sicherheit die Platten der goldenen Maiden-Ära in den 80ern oder Konzeptalben wie Fear Factorys Obsolete. Gerade Maiden ist auch nur eines von unzähligen Beispielen dafür, dass Cover dazu beitragen, ein unverwechselbares Image und Icon einer Band zu transportieren. Was wäre Maiden ohne Eddie?!

Genau derselbe Kram mit Büchern:
http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,575467,00.html

Will man das?! Paffzich Tausend Bücher in der Tasche haben?! Reichen nicht ein oder zwei?! Liest man Zwanzig gleichzeitig?! Bücher lesen hat für mich elementar was mit Umblättern zu tun, auch mit dem Cover des Buches und dem Geruch der Seiten. Hört sich blöd an, ist aber so.

Und dann macht der Akku die Grätsche und Essig ist mit lesen. Tolle Wurst. Digitalisieren zum Archivieren – OK. Für wissenschaftliche Texte / Lexika usw – genial. Aber soll ein E-Book wirklich das Papier an sich und generell ablösen?! Will ich Romane zukünftig nur noch elektronisch lesen?!

<Al Borland> Das glaub ich nicht, Tim. </Al Borland> Deshalb: Pro Papier. Ich will Booklets, ich will Bücher, und zwar echte, so wie Gutenberg sie sich vorstellte!

Danforth

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